Samstag, 26. Februar 2011

Ich glaube es hackt - Danke Judith

Die Band “Wir Sind Helden” mögen offensichtlich keine Werbung. Auf Festivals haben sie schon mal Reklamebanner abhängen lassen, bevor sie die Bühne betraten. Sängerin Judith Holofernes erklärte bereits im Dezember 2007 als Bild-Bloggerin für einen Tag, was ihr an der “Bildzeitung” alles nicht passt.
Trotzdem (womöglich eher: deswegen) hielt es die Werbeagentur Jung von Matt für eine scheinbar gute Idee, bei der Band “Wir Sind Helden” und Judith Holofernes anzufragen, ob diese nicht bei einer “Bild”-Werbekampagne mitmachen wollten.

Radio Fritz im Gespräch mit Judith Holofernes von WirsindHelden

Im Folgenden die Anfrage der Werbeagentur und die prompt, erquickend, frisch und ehrliche Antwort Judiths, mit der sie scheinbar den Nerv vieler Menschen hierzulande getroffen hat. Ich sag auch danke Judith für deinen Mut und hier zahlt es sich aus, nicht in einem Plattenknebelvertrag mit großem Management zu stehen...
Sehr ge­ehr­te Damen und Her­ren,
wir sind als Wer­be­agen­tur mit der ak­tu­el­len BILD-​Kam­pa­gne be­traut, in der wir hoch­ka­rä­ti­gen Pro­mi­nen­ten eine Bühne bie­ten, ihre of­fe­ne, ehr­li­che und un­ge­schön­te Mei­nung zur BILD mit­zu­tei­len.
Der­zeit pla­nen wir die nächs­te Pro­duk­ti­ons­pha­se für Früh­jahr 2011. Die neu zu pro­du­zie­ren­den TV- und Ki­no­spots sowie Pla­kat-​ und An­zei­gen­mo­ti­ve sol­len die be­ste­hen­den Mo­ti­ve von Ve­ro­ni­ca Ferres, Tho­mas Gott­schalk, Phil­ipp Lahm, Ri­chard von Weiz­sä­cker, Mario Barth u.v.m. er­gän­zen.
Für diese Fort­füh­rung der Kam­pa­gne möch­ten wir sehr gern “Wir sind Hel­den” ge­win­nen. Das schö­ne an der Kam­pa­gne ist, dass sie einem guten Zweck zu Gute kommt. BILD spen­det in Namen jedes Pro­mi­nen­ten 10.​000,- Euro an einen von Ihnen zu be­stim­men­den Zweck.
Las­sen Sie uns gern te­le­fo­nie­ren und die De­tails be­spre­chen. Zur De­tail­in­for­ma­ti­on sen­den wir Ihnen be­reits heute anbei ei­ni­ge wei­ter­füh­ren­de In­for­ma­tio­nen.
Ich freue mich dazu von Ihnen zu hören.
Herz­li­che Grüße aus Ham­burg,
Jung von Matt/Als­ter Wer­be­agen­tur GmbH
Darauf antwortete die Band “Wir sind Helden” mit sehr eindeutigen Worten:
Liebe Wer­be­agen­tur Jung von Matt,
bzgl. Eurer An­fra­ge, ob wir bei der ak­tu­el­len Bild -​Kam­pa­gne mit­ma­chen wol­len:
Ich glaub, es hackt.
Die lau­fen­de Pla­kat -​Ak­ti­on der Bild -​Zei­tung mit so­ge­nann­ten Testi­mo­ni­als, also ir­gend­wel­chem kom­men­tie­ren­dem Ge­seie­re (Auch kri­ti­schem! Hört, hört!) von so­ge­nann­ten Pro­mi­nen­ten (auch Kri­ti­schen! Oho!) ist das Per­fi­des­te, was mir seit lan­ger Zeit un­ter­ge­kom­men ist. Will hei­ßen: nach Euren Maß­stä­ben si­cher eine ge­lun­ge­ne Ak­ti­on.
Sel­ten hat eine Wer­be­kam­pa­gne so ge­schickt mit der Dumm­heit auf allen Sei­ten ge­spielt. Da sind auf der einen Seite die Pro­mis, die sich den­ken: Hmm, die Bild­zei­tung, mal ehr­lich, das lesen schon wahn­sin­nig viele Leute, das wär schon schick… Aber ir­gend­wie geht das ei­gent­lich nicht, ne, weil ist ja ir­gend­wie unter mei­nem Ni­veau/ evil/ zu sicht­bar be­rech­nend… Und dann kommt ihr, liebe Agen­tur, und baut die­sen armen ge­spal­te­nen Pro­mi­nen­ten eine Brü­cke, eine wa­cke­li­ge, glit­schi­ge, aber hey, was soll’s, auf der an­de­ren Seite liegt, sagen wir mal, eine Tüte Gum­mi­bär­chen. Ihr sagt jenen Pro­mis: wisst ihr was, ihr kriegt ein­fach kein Geld! Wir spen­den ein­fach ein biss­chen Kohle in eurem Namen, dann passt das schon, weil, wer spen­det, der kann kein Ego haben, ver­stehs­te? Und au­ßer­dem, pass auf, jetzt kommt’s: ihr könnt sagen, WAS IHR WOLLT!
Und dann den­ken sich diese Pro­mis, im Rah­men ihrer Mög­lich­kei­ten, ir­gend­ei­ne pseu­do-​dis­tan­zier­tes Ge­wäsch aus, ir­gend­was “total Spitz­fin­di­ges”, oder Cle­ver-​Un­ver­bind­li­ches, oder Über­heb­li­ches, oder… Und glau­ben, so kämen sie aus der Num­mer raus, ohne ihr Ge­sicht zu ver­lie­ren. Und haben trotz­dem un­heim­lich viele sau­dum­me Men­schen er­reicht! Hurra.
Auf der an­de­ren Seite, das er­klärt sich von selbst, der Re­zi­pi­ent, der sau­dum­me, der sich denkt: Mensch, diese Bild-​Zei­tung, die traut sich was.
Und, die drit­te Seite: Ihr, liebe jung­dy­na­mi­sche Men­schen, die ihr, zu­min­dest in einem sehr spe­zia­li­sier­ten Teil eures Ge­hirns, genau wisst, was ihr tut. Außer viel­leicht, wenn ihr auf die Idee kommt, “Wir sind Hel­den” für die Kam­pa­gne an­zu­fra­gen, weil, mal ehr­lich, das wäre doch total lus­tig, wenn aus­ge­rech­net die…
Das Pro­blem dabei: ich hab wahr­schein­lich mit der Hälf­te von euch stu­diert, und ich weiß, dass ihr im ers­ten Se­mes­ter lernt, dass das Me­di­um die Bot­schaft ist. Oder, noch mal an­ders ge­sagt, dass es kein “Gutes im Schlech­ten” gibt. Das heißt: ich weiß, dass ihr wisst, und ich weiß, dass ihr drauf scheißt.
Die BILD -​Zei­tung ist kein au­gen­zwin­kernd zu be­trach­ten­des Trash-​Kul­tur­gut und kein harm­lo­ses “Guilty Plea­su­re” für wohl­fri­sier­te Auf­stre­ber, keine wit­zi­ge so­zia­le Re­fe­renz und kein Li­fes­tyle-​Zi­tat. Und schon gar nicht ist die Bild -​Zei­tung das, als was ihr sie ver­kau­fen wollt: Hass­ge­lieb­tes, aber wei­test­ge­hend harm­lo­ses In­ven­tar eines ei­gent­lich viel schlaue­ren Deutsch­lands.
Die Bild­zei­tung ist ein ge­fähr­li­ches po­li­ti­sches In­stru­ment – nicht nur ein stark ver­grö­ßern­des Fern­rohr in den Ab­grund, son­dern ein bös­ar­ti­ges Wesen, das Deutsch­land nicht be­schreibt, son­dern macht. Mit einer Agen­da.
In der Ge­fahr, dass ich mich wie­der­ho­le: ich glaub es hackt.
Mit höf­li­chen Grü­ßen,
Ju­dith Ho­lo­fer­nes
Auch für den Fall das ich mich wiederhole, danke Judith.
  
Judith Holofernes bei Harald Schmidt - 4aug2003


Entdeckt auf: Videogold

Weitere Informationen:
Das Medienmonopol
Meet the Mohns - Teil1 Daten und Fakten
Party im Kanzleramt – Ackermann feierte 60. Geburtstag
"Wir Sind Helden" sind echte Helden"
http://www.WirSindHelden.de/
http://www.bildblog.de/28264/wir-sind-helden-wollen-nicht-fuer-bild-werben/
http://www.bildblog.de/2694/bild-ist-und-bleibt-kein-lifestyleaccessoire/
http://www.laut.de/Wir-Sind-Helden/Judith-Holofernes-scheisst-auf-BILD/25-02-2011

Freitag, 25. Februar 2011

Newsarchiv KW8-3





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Press TV berichtet über FEMA

Press TV
February 22, 2011
Quelle der Übersetzung: infowars.com/press-tv-covers-fema/
Übersetzung: Soundchiller


Angesichts der jüngst bekannten Proteste in verschiedenen Teilen der Welt - vor allem in Agypten - haben einige Verschwörungstheoretiker die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass die US-Regierung FEMA Camps benutzt, um mögliche Aufständische festzuhalten.


Einige dieser Theorien besagen, dass die Regierung bereit ist, FEMA Camps in  "Konzentrationslager" umzuwandeln, welche Zivilisten festhält, die für die US-Regierung eine potenzielle Gefahr darstellen.

Solche Beghauptungen regten Press TV an, einen genaueren Blick auf die FEMA und ihre Aktivitäten zu werfen:

Transkript zum Video:
FEMA

Die Katastrophenschutzbehörde (FEMA) ist eine Behörde der US-amerikanischen Regierung für Heimatschutz, die ursprünglich durch eine Anordnung des Präsidenten vom 1. April 1979 ins Leben gerufen wurde.Fas.org

FEMA hatte die ursprüngliche Absicht, als man sie gründete, die Überlebensfähigkeit der US-Regierung im Falle eines nuklearen Angriffes sicherzustellen.

Ebenso sah man das Ziel vor, die Rolle eines staatlichen Koordinierungsorganes in Zeiten nationaler Katastrophen, wie Erdbeben, Überschwenmmungen und Hurrikans zu erfüllen.

Einige Leute haben sich darauf bezogen, als die "geheime Regierung" der USA. Es ist kein gewähltes Organ, es beteiligt sich selbst nicht an öffentlichen Bekanntgaben und es hat sogar ein "quasi geheimes" Budget von Milliarden an Dollarn.

Die nationale Governeurs Vereinigung fragte Präsident Carter, die nationalen  Notstandspläne bei Katastrophen zu rationalisieren.

Wie die Bemühungen Georges Bush, Agenturen unter den Schirm des Heimatschutzes zu bringen, erschuf Carter die FEMA, um die Bestrebungen Dutzender Agenturen in sich zu vereinen. Doch ausgerechnet als der Heimatschutz mit Katrina fertig war, vermasselte die FEMA ihren ersten Versuch, durch ein Wahington Post Bericht, " Die neue Anti-Katastrophen Agentur steht an der Schwelle selbst ein Desaster zu werden.

"Vor 1950 blieb die bundesstaatliche Regierung für die Meiste Zeit von lokalen Katastrophen  verschont, nur eine gelegentlichen Kongressbewilligung, wenn es unbedingt erforderlich war. Aber in diesem Jahr gab der Kongress dem Präsidenten die Macht Katastrophen auszurufen und Hilfsgelder zu verteilen. Newsmax.com

Kontroversen um FEMA
Es überraschte nicht, dass mit dem Aufkommen der FEMA die Zahl der nationalen Katastrophen in die Höhe zu schießen begann. Allerdings war es nicht vor Hurrikan Andrew im August 1992, als die FEMA anfing sich in das zu verwandeln, was sie heute ist.

Viel Geld ging an die Opfer von Andrew, aber Politiker begannen das Potential von Naturkatastrophen zu entdecken. Eine Community College hat einen neuen Parkplatz. Miami Beach erhielt eine neue Variante von dekorierten Rettungsschwimmerständen. Der damalige Gouverneur von Florida, Lawton Chiles, erhielt 25.000.000$ für ein neues Gefängnis, das nichts mit dem Orkan zu tun hatte. Newsmax.com

FEMA war nicht verfassungsrechtlich durch den Kongress geschaffen. Es war ein Produkt einer präsidialen Exekutiv Anordnung.

FEMA hat die Macht Gesetze auszusetzen, ganze Bevölkerungen zu transportieren, die Verhaftung und der Arrest von Bürgern ohne Haftbefehl und das Festhalten ohne Gerichtsverfahren, sie kann Besitz, Nahrungsmittel-, Transportsysteme an sich nehmen und sie kann die Verfassung aussetzen.

Im Jahr 2004 nutzte die Bundesregierung Hurrikan Hilfsgelder, um die Bestattungskosten für mindestens 203 Bewohnern Floridas zu bezahlen, deren Tod nicht von den letztjährigen Stürmen verursacht wurde, so die Schlussfolgerung staatlicher Gerichtsmediziner. Sun-sentinel.com


Ab 2008 hatte die FEMA nur rund 6 Prozent seines Budgets für nationale Notfälle aufgebracht; der größte Teil ihrer Finanzierung ist für den Bau von geheimen unterirdischen Anlagen verwendet worden, um die Kontinuität der Regierung im Falle einer Katastrophe größeren Ausmaßes, auswärtig oder innerstaatlich, sicherzustellen.

Exekutive Anordnungen vereinigt mit der FEMA

Hier sind nur ein paar Exekutive Anordnungen die mit der FEMA verbunden sind, welche die Verfassung und die Bill of Rights außer Kraft sezten würden. Diese Exekutiven Anordnungen ("Executive Orders") sind seit fast 30 Jahren in den Akten und können durch die Unterschrift des Präsidenten erlassen werden:

  • EXECUTIVE ORDER 10990 ermöglicht der Regierung die Kontrolle über alle Highways, Schnellstraßen, Häfen und Verkehrsträgern.
  • EXECUTIVE ORDER 10995 erlaubt der Regierung, alle Medien zu beschlagnahmen und mit ihrer Hilfe zum Volk zu kommunizieren.
  • EXECUTIVE ORDER 10997 ermöglicht es der Regierung Strom, Gas, Erdöl, Brennstoffe und Mineralien zu beschlagnahmen. Damit sind alle Kraftwerke staatlich kontrolliert.
  • EXECUTIVE ORDER 10998 erlaubt der Regierung alle Lebensmittelvorräte zu beschlagnahmen und und alle Betriebe zu schließen.
  • EXECUTIVE ORDER 11000 Zwangsarbeit.
  • EXECUTIVE ORDER 11001 Alle Gesundheits- und Heilungszentren, sowie Bildungs- und Sozialsysteme können ausgeschaltet werden.
  • EXECUTIVE ORDER 11002 Hiermit kann eine Volkszählung verhängt werden und die Zwangsregistrierung bestimmter persönlicher Daten.
  • EXECUTIVE ORDER 11003 Alle Flughäfen und Flugzeuge können beschlagnahmt werden (inkl. kleinen Privatfliegern)
  • EXECUTIVE ORDER 11004 Hiermit dürfen Häuser beschlagnahmt und abgerissen werden. Außerdem dürfen neue Wohnungen mit Hilfe von öffentlichen Mitteln gebaut werden .
  • EXECUTIVE ORDER 11005 Lagerplätze, Eisenbahnen und Binnenwasserstraßen werden beschlagnahmt.
  • EXECUTIVE ORDER 11051 verweist auf die Zuständigkeit des Amtes für Notfallplanung und räumt ihnen ein, alle Exekutiven Anordnungen in Zeiten zunehmender internationaler Spannungen und bei wirtschaftlichen oder finanziellen Krisen in Kraft zu setzen .
  • EXECUTIVE ORDER 11310 bewilligt der Justizbehörde die Vollmacht, um den Plänen, Exekutiv-Befehle anzuordnen, Geltung  zu verschaffen, um industrielle Unterstützung zu schaffen, juristische und legislative Zusammenarbeit einzuführen, alle Ausländer zu kontrollieren, in Straf und Berechtigunginstitutionen zu agieren und den Präsidenten zu beraten und zu unterstützen.
  • EXECUTIVE ORDER 11049 ordnet die Notfallvorsorge Abläufe an Bundesministerien und -behörden an, die Konsolidierung 21 rechtswirksamer Exekutiv Anordnungen, veröffentlicht über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren. Endrtimes.blogspo.com
  • EXECUTIVE ORDER 11921 erlaubt der Federal Emergency Preparedness Agency (FEMA) Pläne zu entwerfen, um die Kontrolle von Produktions- und Distributionsabläufe, von Energieerzeugern, Löhne, Gehälter, den Kredit-und den Geldfluss in den US-Finanzinstituten in jeder unbestimmten nationalen Notlage einzuführen. Desweiteren bestimmt es, dass wenn ein Ausnahmezustand durch den Präsidenten ausgerufen wird, der Kongress sechs Monate lang die Handlungen nicht überprüfen kann. Dmc.members.sonic.net
Weitere Informationen:
Diskreditierung der Patrioten und Wahrheitsbewegung im Deutschen Fernsehen
FEMA Camps sind Realität – Jesse Ventura & Alex Jones 
Enemy of the State: Camp FEMA Part 2 (deutsch untertitelt von WAC Switzerland)
Internierungslager in den USA: FEMA, Olliver North und REX84
Amerikanische Konzentrationslager fertig und einsatzbereit

Mittwoch, 23. Februar 2011

Libyen - Massaker an Demonstranten

Quelle: derStandard.at

'Massaker an Demonstranten

20. Februar 2011, 16:43

Bereits 173 Tote bei Protesten gegen Regime - Scharfschützen schießen auf Oppositonelle

Tripolis - Die Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Libyen werden immer gewalttätiger. Bei Protesten gegen Machthaber Muammar Gaddafi kamen der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zufolge in den vergangenen Tagen 173 Menschen ums Leben, allein am Samstag sollen es 90 gewesen sein. Am Sonntag versammelten sich in der Hafenstadt Benghasi erneut Zehntausende Menschen, um an Trauermärschen teilzunehmen. Einwohner sprachen von einem Massaker. Die Reaktionen aus dem Ausland waren zunächst zurückhaltend. Libyen ist ein wichtiger Energielieferant. Für Demokratie und soziale Reformen wurde am Wochenende auch in Marokko, Algerien, dem Jemen, in Bahrain, Oman und Kuwait sowie im Kleinstaat Dschibuti am Horn von Afrika demonstriert.

Massaker

Weil Journalisten nicht in die Stadt Benghasi dürfen, ist die Lage unklar. Berichte von Einwohnern deuteten auf eine Gewaltspirale hin. "Es gab letzte Nacht ein Massaker hier", sagte ein Einwohner der Nachrichtenagentur Reuters. Die Sicherheitskräfte hätten schwere Waffen eingesetzt. Viele Soldaten und Polizisten hätten sich den Demonstranten angeschlossen. Einwohnern zufolge feuerten Scharfschützen von einer Einsatzzentrale aus. Ein Zeuge berichtete, die Sicherheitskräfte hätten sich in ihre Kasernen zurückgezogen und keine Gewalt mehr über die Stadt. Nach Angaben von Human Rights Watch kamen bei den viertägigen Protesten 173 Menschen ums Leben. Die Regierung in Tripolis äußerte sich nicht zu den Unruhen.

50 führende muslimische Geistliche aus Libyen forderten die Behörden in einem gemeinsamen Appell auf, das Blutvergießen zu beenden. "Bringt nicht Eure Brüder und Schwestern um. Stoppt das Massaker jetzt", hieß es in einer an Reuters geschickte Erklärung. Ein Italiener berichtete der Agentur Ansa aus der Stadt, dass Regierungs- und Verwaltungsgebäude sowie eine Bank niedergebrannt worden seien. "Die Rebellen haben geplündert und alles zerstört", sagte der Augenzeuge. Nirgendwo sei Polizei zu sehen. Eine unabhängige Bestätigung für die Angaben gab es nicht. Mobilfunkverbindungen brachen oft ab. Die Internetzugang wurde gekappt.

Experten halten es für unwahrscheinlich, dass die Proteste zum Sturz Gaddafis führen könnten. Im Osten des Landes, wo die Stadt Benghasi liegt, ist die Unterstützung für den Machthaber von jeher geringer als in anderen Landesteilen. In der Hauptstadt Tripolis demonstrierten bis Sonntagmorgen Tausende Menschen für Gaddafi, der das Land seit Jahrzehnten im Griff hat.

Großbritannien rief Libyen am Sonntag zur Einhaltung von Menschenrechten auf. Die Reaktion der Behörden auf die Proteste sei entsetzlich, sagte Außenminister William Hage im Fernsehsender Sky News. Libyen verfügt über Öl- und Gasvorkommen. Westliche Konzerne wie BP, Exxon Mobil oder ENI sind in dem Land aktiv. (Reuters)'

Newsarchiv KW8-2




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