Samstag, 30. Juli 2011

Jean Zieglers nicht-gehaltene Festspielrede 2011: Der Aufstand des Gewissens

Jean Ziegler, Soziologe, Globalisierungskritiker und Politiker, sollte im Juli 2011 die Salzburger Festspiele eröffnen. Nach seiner Einladung wurde er überraschend wieder ausgeladen. Seine Rede darf er in Salzburg nicht halten, doch was Jean Ziegler dem Festspielpublikum und der interessierten Öffentlichkeit an diesem Tag hätte sagen wollen, soll trotzdem kein Geheimnis bleiben.





Es läuft ja momentan dieser geschmacklose Coca-Cola Werbespot im TV, der die Panzerproduktion mit der Kuscheltierproduktion vergleicht und zur Konklusion kommt: Es gibt mehr Liebe als Hass auf der Welt...



Diese typisch simple Schwar/Weiß Rollenverteilung wird allzugern in Werbespots oder anderen Formen der Propaganda verwendet.

Auf unserer Erde gibt es offiziell etwa eine Milliarde hungernder Menschen. Täglich sterben etwa 37.000 Menschen den Hungertod, obwohl unsere Landwirtschaft dazu in der Lage wäre, problemlos 12 Milliarden Menschen zu ernähren – das Doppelte unserer Weltbevölkerung.

Aufgrund von Dumpingpreisen und Spekulationen werden Millionen Hungernde in den Tod getrieben. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. 1…2…3…4…TOD…6…7…8…9…TOD… – das ist Mord, der unter anderem von unserer Politik, vom IWF und Nahrungsmittelkonzernen wie Nestlé getragen wird. Nicht zu vergessen auch die Rolle der Argrartreibstoffe (“BIO”-Sprit)! [Die wahren Gründe der Nahrungsmittelknappheit und Hungertode]

Ich denke ich werde das Thema an anderer Stelle vertiefen. Dennoch zeigen allein schon diese Fakten, dass es auf diesem Planeten Menschen gibt, denen menschliche Schicksale, Empathie und Menschenrechte einen feuchten Dreck kehren. Und genau deshalb ist es so wichtig das mehr Menschen auf die aktuellen Missstände aufmerksam machen!



Quelle: YouTube Yoicenet

Videobeschreibung: Fulminanter Angriff auf die Reichen und Schönen. Jean Zieglers nicht gehaltene Eröffnungsrede zu den Salzburger Festspielen Der Schweizer Soziologe Jean Ziegler (77) hat seine nicht gehaltene Eröffnungsrede für die Salzburger Festspiele (27.07.-30.08.2011) auf dem Videoportal Youtube veröffentlicht. Unterstützer des Globalisierungskritikers hatten sie bereits zur Eröffnung am Mittwoch an das Festspielpublikum verteilt.

„Viele der Schönen und Reichen, der Großbankiers und der Konzern-Mogule dieser Welt sitzen jetzt in Salzburg", sagt Ziegler. „Sie sind die ZieglerVerursacher und Herrscher der kannibalischen Weltordnung." Er fordert, die Verantwortlichen vor ein Tribunal zu stellen „wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit".

Ziegler war ursprünglich als Eröffnungsredner in Salzburg vorgesehen, wurde dann aber wegen angeblicher Nähe zu Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi ausgeladen. (1) Dabei hatte er sich leider sogar als vehementer Befürwortern des neokolonialen Kriegs gegen Libyen gezeigt, der zunächst als Durchsetzung einer Flugverbotszone zum Schutz der Zivilbevölkerung begründet worden war.

(2) Trotzdem ist seine Ausladung zugleich ein Angriff auf alle Kritiker der weltweit durchgesetzten Kapitalherrschaft. Ziegler selbst führt sie auf den Druck wichtiger Salzburger Sponsoren zurück. In der Vergangenheit hatte sich Ziegler wegen seiner kritischen Menschenrechtsarbeit für die Vereinten Nationen bereits mehrfach heftigen Kampagnen ausgesetzt gesehen. HINTERGRUND hat über die Zusammenhänge schon früh online

(3) und dann ausführlich in Heft 2/2011 berichtet.

Quelle und Dank an:
http://www.hintergrund.de/201107291664/feuilleton/zeitfragen/fulminanter-angriff-auf-die-reichen-und-schoenen-jean-zieglers-nicht-gehaltene-eroeffnungsrede-zu-den-salzburger-festspielen.html

Weitere Infos:
Der Aufstand des Gewissens - Berliner Zeitung

Keine Kommentare: