Samstag, 5. März 2011

Flugscheiben und andere Geheimwaffen Teil 2 – Feuerbälle und Seifenblasen


Gastbeitrag
Hagbud Seleyn
5. März 2011


Gegen Ende des 2. Weltkriegs berichteten alliierte Piloten immer wieder von fliegenden leuchtenden Kugeln und ähnlichen Erscheinung. In Teil 1 dieser Artikelserie habe ich bereits verschiedene Presseberichte über diese sogenannten „Foo-Fighter“ aus der damaligen Zeit wiedergegeben.

Das englische UFO-Nachschlagewerk „The Enzyclopedia of UFOs“ schreibt über diese seltsamen Lichtbälle:

„Die Foo-Kämpfer oder Kraut-Bälle („Krauts“ ist ein amerikanisches Schimpfwort für Deutsche, Anm. Hagbud), wie sie auch genannt wurden, wurden zuerst als sehr kleine Lichtbälle beobachtet, die den Jagd- und Bomberflugzeugen während der letzten Monate des 2. Weltkrieges folgten und anscheinend nervten. Diese Miniatur-UFOs tauchten allein, zu zweit oder in Gruppen auf und schienen zuweilen unter einer Art entfernten, intelligenten Kontrolle zu stehen. Sie sandten manchmal einen ständigen Strahl roten, goldenen oder weißen Lichtes aus, manchmal auch pulsierend.“

Feuerbälle und Seifenblasen

Die Beschreibung „fliegender Ball“ oder „leuchtende Kugel“ trifft meiner Meinung nach auf verschiedene deutsche Entwicklungen zu, laut dem Autor Norbert Jürgen-Ratthofer soll es sich aber vor allem um zwei Technologien gehandelt haben. In seiner Schrift „Das Vril-Projekt“ schreibt er:

„Unter dem Sammelbegriff „foo fighter“ bezeichneten die Alliierten verschiedene deutsche Flugkörper denen ein Leuchten oder Kugelform gemeinsam war.

Insbesondere waren es aber wohl zwei Erfindungen die unter den Begriff „foo fighters“ fielen: Die „Fliegende Schildkröte“ und die „Seifenblasen“; zwei völlig unterschiedliche Dinge, die jedoch von den Alliierten als zusammengehörend gewertet wurden.

Die „Fliegende Schildkröte“ - auch „Feuerball“ genannt -, wurden von der technischen Abteilung der SS (jedoch nicht der SS-E-IV) in Wiener Neustadt entwickelt. Es handelte sich bei diesen Geräten um ferngesteuerte Flugsonden. Ihre äußere Form erinnerte an die eines Schildkrötenpanzers.“

Hier zwei Abbildungen der „Fliegende Schildkröte“:






Laut dem Dipl.-Physiker Illo Brand wurde dieses Fluggerät durch ein Turbojet-Triebwerk angetrieben, in seinem Bericht „Ungewöhnliche Eigenschaften nichtidentifizierbarer Lichterscheinungen“ schreibt er:

„Im Flug produzierte das Triebwerk einen gewaltigen Halo leuchtender Flammen, was dem Apparat den Namen „Feuerball“ gab. Nach dem Start wurden diese Objekte zunächst durch Funk in die Nähe der Feindflugzeuge gelenkt. Infrarotsensoren, die auf die heißen Auspuffgase ansprachen, übernahmen die weitere automatische Navigation.

Der feurige Halo um die Objekte – der durch spezielle Zumischungen der Treibstoffe zustande kam – und die chemischen Zusätze, welche die Luft in der näheren Umgebung zu ionisieren vermochten, hatten beachtliche elektrische Störfelder zur Folge.“

Etwas völlig anderes waren die sogenannten „Seifenblasen“, die von den alliierten ebenfalls als „Foo-Fighter“ bezeichnet wurden. Norbert Jürgen-Ratthofer schreibt:

„Diese waren im Grunde nichts anderes als einfache Ballons, in denen sich dünne Metallspiralen zur Störung des feindlichen Flugzeugradars befanden. Sie sollten besonders die „Pfadfindermaschinen“ der alliierten
Bomberverbände irritieren. Der Erfolg dieser Idee dürfte gering gewesen sein - von der psychologischen Wirkung einmal abgesehen.

„Seifenblasen“ gab es in verschiedenen Größen. Für Nachteinsätze waren sie zumeist schwarz, und für Tageinsätze meistens aus heller oder fast durchsichtiger Folie. Im Prinzip handelte es sich um kleine Adaptationen von Wetterballons. Diese ,Seifenblasen'-„Foo - Fighters“ haben noch lange nach 1945 immer wieder einmal für Verblüffung gesorgt. Einige von ihnen stiegen in die Stratosphäre auf und wanderten herrenlos um die halbe Erde, um dann irgendwann irgendwo als „UFOs“ Erstaunen zu erregen.- Da aufgrund des deutsch-japanischen Zusammenstehens sicherlich auch Japan versuchsweise „Seifenblasen“ aufsteigen ließ, ist deren Auftauchen im Raume Japans und Koreas beinahe selbstverständlich; und auch die japanischen „Seifenblasen“ hielten zum Teil natürlich Jahrelang aus.“

Foto einer „Seifenblase“:




Die Funktion der Feuerbälle

Die „Feuerbälle“ sollten wohl eine Störung von elektronischen Anlagen wie z.B. Radaranlagen bewirken. Der italienische Flugingenieur Renato Vesco schrieb in einem Artikel:

„Später Begegnungen mit Foo-Kämpfern führten Fachleute zur Annahme, daß es deutsche Erfindungen eines neues Weges wären, um Radar zu täuschen. Wie nahe sie der Wahrheit damit kamen, ergab sich, als alliierte Intelligenz-Fachleute in die geheimen Nazifabriken kamen. Die Foo-Fighter, die von alliierten Piloten gesehen wurden, waren nur eine kleine Demonstration und ein Bruchteil einer Vielfalt von Methoden, Radar zu unterlaufen und elektromagnetische Ströme zu unterbrechen. Die Arbeit an einem Anti-Radar-Feuerball wurde in einem Luftwaffen-Experimentierzentrum nahe Oberammergau im Herbst 1944 beschleunigt durchgeführt. Dort und in den aeronautischen Einrichtungen in Wiener Neustadt wurden die ersten Feuerbälle hergestellt. Später, als sich die Russen Österreich näherten, wurden diese Produktionen nach dem Schwarzwald verlegt. Schnell und ferngesteuert, ausgerüstet mit Klystron-Röhren, auf der gleichen Frequenz wie das feindliche Radar arbeitend, konnten sie die Radarzeichen vom Bildschirm wischen und waren so unsichtbar für die Bodenkontrolle.“

Laut Norbet Jürgen-Ratthofer sollten mit dieser Technologie auch die Zündanlagen von feindlichen Bombern gestört werden, er schreibt:

„Diese Technik geht auf eine Weiterentwicklung von Klystron-Röhren zurück, dürfte jedoch noch nicht so gewirkt haben, wie man es sich vorstellte. Die wirksame „Zündabschaltung“ - von der SS malerisch, 'Todesstrahlen' genannt - wurde erst später und wohl unter Verwendung anderer technischer Mittel geschaffen. Seither ist eben diese „Zündabschaltung“, das Ausfallen elektrischer Anlagen, typisch beim UFO-Auftauchen.“

Bis heute werden UFOs häufig als leuchtende Kugeln oder Scheiben beschrieben, ebenso typisch ist bis heute das Ausfallen von elektrischen Anlagen. Es gibt wie gesagt verschiedene Technologien die für solche Erscheinungen in Frage kommen. In Deutschland wurden auch Fluggeräte entwickelt die nicht wegen Treibstoffbeimischungen sondern aufgrund ihres eigenen Schwerefeldes während des Fluges unscharf erscheinen oder farbig leuchten, diese kamen aber wohl noch nicht so häufig zum Einsatz wie die „Feuerbälle“ bzw. waren davon nur eine geringe Stückzahl vorhanden.

Mehr darüber in den folgenden Teilen dieser Artikelserie...


Anhang:

Zwei typische UFO-Fotos, vermutlich keine „Feuerbälle“ sondern Flugkörper mit eigenem Schwerefeld:







Quellen:

„Geheime Wunderwaffen Band 3 – Über den Krieg hinaus!“, D. H. Haarmann, Eigendruck der HUGIN-Gesellschaft f. pol. phil. Studien e.V.

„Das Vril-Projekt“, Norbert Jürgen-Ratthofer und Ralf Ettl, Nachdruck von Sternentorverlag LTD

„Deutsche Flugscheiben: Die Aufdeckung“,
http://www.youtube.com/watch?v=qPI5aGCmX7Q&feature=related


Siehe auch:
Flugscheiben und andere Geheimwaffen Teil 1 – Kosmische Verschwörung oder irdische Täuschung?

Keine Kommentare: