Dienstag, 26. Oktober 2010

Gefahr Genfood - Langzeitstudien zeigen schlimme Folgen

Die Gennahrung hat inzwischen still und heimlich einen noch schwer zu überschaubaren Anteil am heutigen Lebensmittelmarkt erobert. Schuld daran sind nicht nur Lobbyismus und verdrängte Studien, dass ist nur die Spitze des Eisberges.

Die folgende Dokumentation betrachtet Fütterungsstudien mit genmanipulierten Nahrungsmitteln und das Schicksal eines emsigen und gewissenhaften Wissenschaftlers, der seinen Forschungsauftrag zur Untersuchung gesundheitlicher Einwirkungen auf den Organismus, verursacht durch genveränderte Nahrungsmittel, sehr ernst nahm. Die Folgen waren Entlassung, Rufmord und weitere Mittel eine Person komplett zu diskreditieren. Doch der betroffene Biologe ließ sich davon nicht abschrecken und setzte zumindest den Kampf um die gebührende Beachtung seiner Forschungsergebnisse fort.

Arpad Pusztai erhielt hier bei Unterstützung seiner Kollegen, da er ein renommierter und anerkannter Wissenschaftler ist. Doch nach der benannten Studie und seiner Entlassung am Forschungsinstitut Rowett im schottischen Aberdeen und der Wiederaufnahme mit der Informationsverbreitung seiner bisherigen Forschungsergebnisse, gab es einen kräftigen Gegenwind seitens des wissenschaftlichen Establishment und der Biotech-Industrie.


Wie ich es bereits ansprach ist das Thema Genmanipulation sehr komplex und die spinbehafteten Dokumentationen geben auch nicht immer den entscheidenden Einblick auf die wahren Gefahren und möglichen Ursachen für uns den Verbraucher. Um sich nicht von Argumenten, wie die Schädlingsresistenz, höhere Lagerbaständigkeit oder gar höherer Vitamingehalte einlullen zu lassen, sollte man doch eher das Vorgehen der Gentech-Branche in Verbreitung seiner Erzeugnisse und Unterdrückung von Studien zu den Gefahren betrachten, sowie die allgemeine Unterdrückung von Kritikern zur Sache.

Zum einen hätten wir in der Doku "Das Klonschnitzel", die beiläufige Information, neben den süßen putzigen Gentieren und der vollkommenen Verharmlosung der gesamten Thematik, das vermutlich genmanipulierte Tiere durch den weltweiten Samenhandel, längst in aller Welt verstreut auf unseren Tellern landen und das ohne auch nur einmal den Verbraucher zu informieren. Aber dank dieser Doku wurde der TV Zuschauer schlauer und dümmer zu gleich. Übrigens keine Seltenheit in der heutigen Dokubranche und dem TV-Markt! Schaut doch Farmer Fred auf seiner Farm an, wie er sich sein Steak schmecken lässt und wie schick seine Tierchen aussehen. Das ist natürlich extrem beruhigend und es gibt doch nichts gegen die Meinung von Farmer Fred zu sagen, wer braucht da noch wissenschaftliche Studien?

Oder auch in dem Vortrag "Die Seilschaften deutscher Gentechnik" stieß ich auf folgende Information. Es ging um die Zulassung so genannter Versuchsfelder. Das interessante daran ist, dass es in Deutschland Fünf Saatgutbanken gibt. Neben Vier von Fünf liegt jeweils direkt ein Versuchsfeld genmodifizierter Pflanzen. Wer jetzt auf den Biounterricht zurückblickt und sich an den Pollenflug zurück entsinnen kann, dem dürfte hier ein Licht aufgehen.

In den Medien oder den typischen Verbraucherschutzorganisationen diskutiert man über so genannte Verbraucherhinweise und Kennzeichnungspflicht. Aber mal ehrlich, was hier abläuft ist mit kriminell und menschenverachtend noch beinahe schmeichelnd umschrieben, wenn man sich weiter auf die Suche nach Hintergrundinformationen der allheilbringenden Gentechnologie macht.


Weitere Informationen:



Dokus:
Genmanipulation - Folgen und Gefahren (arte Doku)
Mit Gift und Genen (arte Doku)
Monsanto - Der Krieg ums Saatgut
Arme Sau (WDR Doku)

Anti-Gentechnik-Plattform “Pro Leben” Die Gefahr der Grünen Gentechnik
Gefährliche Mahlzeiten - Wie Nahrung unser Erbgut beeinflusst 


Bücher:
Saat der Zerstörung. Die dunkle Seite der Gen-Manipulation 

Artikel:
Genmanipulation
Gentech-Nahrung macht krank
Gen-Weizen bedroht Erbe der Menschheit

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