Mittwoch, 28. Juli 2010

Interview: Jürgen Elsässer -- Der Euro vor dem Zusammenbruch

Informatives Interview, Bitte Anschauen und weiterleiten!

 Seit dem 750-Milliarden-Rettungspaket ist es ruhig um die Euro-Krise. Der Publizist Jürgen Elsässer meint: es ist die Ruhe vor dem Sturm. Weiterhin ist die EU-Gemeinschaftswährung akut vom Zusammenbruch bedroht. Und der Rettungsschirm war eine undemokratische Umverteilung von Steuergeldern am Bundestag vorbei. Die „Berliner Umschau" sprach mit Jürgen Elsässer über die Gefahren im Weltwährungssystem und einen für Herbst geplanten Euro-Kongreß.


Besonders beeindruckend fand ich die nüchternen Zahlen. Der Bankenstresstest wird zwar in den Medien als zufriedenstellend eingestuft, aber bei 18'000 Milliarden versteckten Schulden, allein in den europäischen Banken (sprich 18 Billionen), sollte einem doch klar werden, dass über uns ein Damoklesschwert in der Schwebe steht und es obliegt den Menschen an den Schaltzentralen dieses Geldmonopols (Goldman Sachs, Federal Reserve, Turm von Basel...) wann und in welcher Härte man es zu Boden lässt. Zuvor werden aber mal flugs 750 Milliarden Steuergelder auf das Monopolyfeld geworfen, damit es uns dann so richtig den Boden unter den Füßen weg zieht.

Egal was kommen wird und wie es eintreten wird, Fakt ist, jeder von uns sollte langsam mal eine Entscheidung fällen! Entscheidest du dich für Freiheit oder für eine primitive Illusion dessen? Wenn du Nr. 2 wählst, ist es leicht. Bleibe in deiner Konsumwelt, hinterfrage nichts, gehorche und lass dich unterdrücken. Glaube alles was dir ein Plastikkasten erzählt und meide jene, die eigenständig ihre Meinung äußern und kritische Gedanken pflegen! Folge den Massen und beuge dich dem neuen System.

Es wird eine schöne Fassade tragen, dessen sei dir gewiss, vlt. sogar ein "bedingungsloses Grundeinkommen", am Besten noch bargeldlos aufs elektronische Konto, und bezahlen kann man bequem mit dem neuen Ausweis. Aber was ist mit Datensicherheit, Privatsphäre und vor allem die Gefahren von Zentralisation und Kontrolle über die Bevölkerung? Außerdem nützt es nichts tolle Fantasien von Freiheit und Unabhängigkeit nach zu hecheln, wenn am eigentlichen System vom Kern her Nichts verändert wird?

Die BGE'ler vergessen in ihrer Euphorie völlig, dass dieses Geldsystem von Grund auf gegen die Freiheit des Menschen gerichtet ist. Wir haben ein Schuldgeldsystem und sind zu Geiseln des Geldmonopols geworden. Das Thema Geld und Alternativen ist unheimlich wichtig, aber auch im ersten Moment unheimlich komplex, da es so viele Nebenschauplätze, Parameter und Stellrädchen gibt, über welche man endlos diskutieren kann, aber der Motor Geldsystem wird NIE hinterfragt.

Der Motor ist eine gefräßige Maschine. Er saugt die Staaten und somit seine Bürgen aus. Er treibt uns dazu den letzten Quadratzentimeter dieses Planeten zu verpfänden und seine Ausmaße gliedern sich in zahlreiche weitere Facetten auf, dessen Perversität eine tiefste Beleidigung für ein menschliches Wesen darstellen, der noch an Vernunft und Empathie fest hält.

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