Freitag, 30. Juli 2010

Die mediale Katastrophe zur Loveparade- Tragödie

Im folgenden ein Beitrag eines befreundeten Aktivisten und Aufklärers der aufgrund eines von Eva Herman im Kopp-Verlag erschienenen Artikels, eine eigene Darlegung des Umgangs mit der Presse zur Loveparade Tragödie verfasst hat.

Erschienene Artikel aus dem Kopp-Verlag zur Thematik:

Sex- und Drogenorgie Loveparade: Zahlreiche Tote bei Sodom und Gomorrha in Duisburg
Große Resonanz auf »Loveparade«-Artikel
Nach der Loveparade: Journalisten schmeißen Eva Herman mal wieder einen Stein hinterher


Die mediale Katastrophe zur Loveparade- Tragödie

Autor: Lotus
Übernommen von: lotus-online.de



Egal ob „Massen-Medien“, „alternative Medien“ oder „soziale Netzwerke“, für all jene sind die schockierenden Ereignisse der diesjährigen Loveparade ein Programm- bzw. Themenfüllendes „Event“, welches bereits vielschichtig und polarisierend diskutiert wird. Einige scheinen dabei zu vergessen, dass dort Menschen gestorben sind, andere scheinen sich wiederum nicht bewusst zu sein, dass es rund um die Uhr Zustände auf diesem Planeten gibt, welche weitaus schlimmer sind.



Eigentlich wollten wir (Lotus-online.de) nicht auf diesen Zug aufspringen und der Sensationsgier ein weiteres Fressen vorwerfen, doch eine Kontroverse über den Artikel von Fr. Eva Hermann, sowie dem restlichen medialen Umgang gehört an dieser Stelle einfach kommentiert und festgehalten.



Da ich mich nun in die Thematik des Unglücks einmische, möchte ich zunächst den Hinterbliebenen mein Beileid aussprechen. Heute wurde die Zahl von über 500 Verletzten genannt, jedoch sind damit nur die körperlich Verletzten gemeint. Die seelischen Konsequenzen finden bei solchen Ereignissen nur selten eine Erwähnung, doch sind es grade jene, welche die Betroffenen ein Leben lang belasten und verfolgen können (Stichwort: Posttraumatische Belastungsstörung). Auch ihnen gilt mein Mitgefühl.


Exkurs:

Die Aufgabe von Medien ist es über wichtige Ereignisse ungefärbt und ungefiltert zu informieren. Insbesondere bei Ereignissen, welche das öffentliche Leben betreffen, politisch, strafrechtlich oder wirtschaftlich relevant sind, fungiert der Journalist als Wächter der Demokratie. Schuldzuweisungen hingegen gehören zum Aufgabengebiet der Staatsanwaltschaft. So zumindest die Theorie.

In der Praxis spielt der Profitzwang unserer Gesellschaft leider nicht mit und zwingt Medien Informationen stark zu selektieren und zu skandalisieren. Nicht selten werden Informationen aufgrund von Eigeninteresse (man möchte ja seine Werbepartner nicht verlieren, denn die bringen in der Regel mehr Geld wie die Leser) eingefärbt oder ganz zurück gehalten. Von 100 Nachrichten sollen im Schnitt 10 verbreitet werden ( http://www.youtube.com/watch?v=8_eWUXCf2FY ). Dies wird auch „ausgewogene Berichterstattung“ genannt, wobei keiner kontrolliert, wieso ausgerechnet diese Nachrichten verbreitet wurden. Dies öffnet der Möglichkeit von Missbrauch und Korruption Tür und Tor.



Die Massenmedien:

Es ist schon erstaunlich wie unterschiedlich die Medien auf Unglücke mit vielen Toten reagieren. Flugzeugabstürze scheinen dabei in den letzten Jahren an Interesse eingebüßt zu haben. 50 Afrikaner, die bei Gibraltar ertrinken, sind kaum eine Schlagzeile wert. Amokläufe erregen in Deutschland die größte Aufmerksamkeit, während Verkehrstote so nüchtern wie der Wetterbericht vorgetragen werden. Hätten wir jede Woche irgendwo in Deutschland eine Massenpanik, bei der jedes Mal Tote im zweistelligen Bereich zu verzeichnen wären, dann würden die Medien auch aufhören, darüber so indoktrinierend zu berichten. Das ständige wiederholen der immer gleichen Informationen ist zumindest der Indoktrinierung recht nahe. Wir kennen das noch gut vom 11. September 2001.



Die Massenmedien spulen ihr typisches Katastrophenprogramm ab, welches darin besteht, die Meldungen eines Unglücks schnell und möglichst emotional zu verbreiten, die Schuldfragen an die erste Reihe der Verantwortlichen heranzutragen, später über die eigenen Auswüchse der Berichterstattung zu streiten und nehmen dies zum Anlass, sich zukünftig selbst zu zensieren oder politische Instanzen dazu aufzufordern, entsprechende Reglementierungen umzusetzen. Einher wird die Suche des Sündenbockes medial weiter aufgebauscht um so die Bevölkerung für weitere freiheitsentziehende Maßnahmen einzustimmen.



Am Beispiel der Loveparade erleben wir aktuell die Forderungen, Bilder mit Gewaltinhalten (zum Beispiel Leichen) aus den Medien raus zu halten. Dies kann bei politischen Massenaufläufen (Demonstrationen) ein schwerer Einschnitt in die freie Berichterstattung nach sich ziehen.

Erwartungsgemäß ist wohl auch mit der Etablierung neuer Kontrollinstanzen zu rechnen, welches eine weitere Einschränkung des Versammlungsrechts zur Folge haben könnte. Ebenso könnte es eine stärkere Überwachung nach sich ziehen, was unsere verbrieften Freiheiten weiter einschränken würde.



Alternative Medien:

Hier sticht vor allem der Artikel von Eva Herman hervor. Der Artikel ist entgegen der Behauptung der Massenmedien immer noch online. Die Behauptung, dass dieser gelöscht worden wäre (z.B.: von „Bild“) ist Desinformation. Im Artikel geht es um den Werteverfall unserer Gesellschaft, welcher sich in der Loveparade wiederspiegelt. Vor allem der Alkohol und Drogenkonsum, sowie die dort vorherrschende Freizügigkeit und die dargebotene Musik macht Frau Herman als Anzeichen für den Verfall unserer Norm und Wertvorstellungen aus. Als Ursache dafür macht sie die Bewegung der 68er ausfindig. Die dortigen Zustände verbindet die Journalistin mit der Tragödie. Ich bitte meine Leser diesen Artikel selber zu lesen und sich ein eigenes Bild zu machen.



Diesem Artikel ist es gelungen zu polarisieren. Die einen sind empört und vermissen Pietät gegenüber den Opfern, andere sind geneigt den Worten zu zustimmen. Für mich offenbaren sich hier einige Oberflächlichkeiten im Artikel. Es wird zu stark pauschalisiert, sodass der Eindruck entsteht, dass jeder Festivalbesucher Alkohol und Drogen konsumiert und dabei zügellos entgleitet. Jeder, der bereits ein Festival miterlebt hat, wird sicher dort auch Leute getroffen haben, welche nicht ins stereotypische Bild der eigentlichen Zielgruppe passen. Nur weil jemand in ein Tabledance-Lokal geht, tanzt er noch lange nicht Nackt auf dem Tisch…



Beim lesen des Artikels beschleicht mich das Gefühl, dass der Kopp-Verlang hier Zielgruppen orientiert vorgeht, denn die Polemik hinter der Frömmigkeit des Artikels trifft den Nerv der konservativ-rechten-Mittelschicht. Ein weiteres Indiz dafür ist, dass hier (zusammenhangslos?) die Linke Bewegung der 68er als Ursache für diese Entwicklungen verantwortlich gemacht werden.



Dies zeugt von einer Unfähigkeit die alten eingefahren rechts-links-Denkmuster ad acta zu legen. Diese Dichotomie zu durchbrechen ist jedoch für ein aufklärerisches Medium unabdingbar. Der Kopp-Verlag ist dafür bekannt, einen Blick über den Tellerrand zu wagen und investigativen Journalismus zu betreiben.



Ich hätte mir gewünscht, er würde einen Blick hinter die Entstehungen von solchen Massenkulten werfen. Dabei würde man um einen Verweis auf Institutionen und Propaganda-Netzwerke wie dem „Tavistock Institute“ nicht rum kommen. Das Tavistock-Institut ist beispielsweise eine Einrichtung, welches die nötigen Impulse für eine poltische Agenda durch Massengehirnwäsche konstruiert, um so Mehrheiten für eine politisch nachteilige Entwicklung in der Bevölkerung erzeugt. Über diese Form der Einflussnahme sollen auch Jugendkulte initialisiert werden, welche einen Werteverfall der Bevölkerungen voran treiben. Der Vorteil einer wertelosen Gesellschaft liegt darin, dass sie weniger Widerstand leistet und somit leichter zu kontrollieren ist. Ein Beispiel ist die Frauenbewegung, welche zu der nachteiligen Situation führte, dass das traditionelle Familienbild heute nur noch theoretischen Charakter besitzt und nun beide Elternteile besteuert werden. Dabei war die Familie immer ein wichtiges Rückgrat des einzelnen Individuums. Der Zusammenhalt unserer Gesellschaft wird weiter geschwächt. Das Tavistock-Institut steht in engen Verbindungen mit LSD- und anderen Drogenexperimenten, welche hauptsächlich auf der Loveparade zum Einsatz kommen.

Mehr zum Thema Tavistock: http://www.barefootsworld.net/tavistok.html



Schlussworte:

Solche Ereignisse sind immer tragisch und mit viel Leid verbunden. In unserer Trauer sollten wir uns jedoch nicht unsere Grundrechte aus der Tasche fingern lassen und uns immer die Frage stellen, wer davon profitieren wird. Das Handeln der Verantwortlichen lässt Raum für die Behauptung, dass dieses Unglück bewusst in Kauf genommen wurde, oder sogar von gewissen Kreisen gewollt war. Dahingehend muss noch genauer recherchiert werden. Medien sind immer mit Vorsicht zu genießen. Massenmedien haben nicht die Aufgabe zu Informieren, sondern zu steuern. Bei den alternativen Medien treiben sich viele „falsche Alternativen“ rum. Somit ist jede Information durch den Gebrauch des eigenen Verstandes zu prüfen. Schärft euren Verstand und legt euch eigene Kriterien fest um Informationen zu prüfen.

Weitere Informationen:
Sufis und Gehirnwäsche

1 Kommentar:

Blotterart hat gesagt…

Ich habe mich über den Artikel von Frau Herman - Große Resonanz... - sehr geärgert. Die Frage der eigenen Werte stelle ich da lieber nicht. Wenn ich überlege welche Werte, z.B. Respekt vor Verschiedenheit des Menschen und seiner Lebenseinstellung, dort mit Füßen getreten werden um Zuspruch einer bestimmten Gesellschaftsschicht zu erhalten. Das der Artikel arg rechts ausgerichtet ist und Zuspruch findet, ist bedenklich. Ich denke das Drama der rechtsgeprägten konservativen Werte hatten wir schon mit seinen Auswirkungen und ich finde es verwerflich unter solch polarisierter Art und Weise, solche Ideologien, auf Kosten Anderer zu fördern. Will mir ein Leben unter solchen Werten gar nicht vorstellen...

lg
Blotterart
(bin dann wieder in Schublade 14)