Freitag, 21. Mai 2010

Russlands strenge Zensoren

Jelenas großes Vorbild ist Anna Politkovskaja, die mutige Journalistin, die für ihre kritischen und offenen Artikel sterben musste. Wie Anna arbeitet auch Jelena bei der Novaja Gaseta, und wie Anna schreibt sie über Dinge, die der Obrigkeit unangenehm sind. Dabei ist Jelena gerade mal 23 Jahre alt und arbeitet nach ihrem Journalistik-Studium bei der Novaja Gaseta hier gilt sie als neue Generation, als große Hoffnung für die Zukunft. Doch die sieht düster aus für unabhängige Journalisten in Russland. Gemeinsam mit Jelena dokumentiert Britta Hilpert, wie die Presse auf vielfältige Weise "auf Linie" gebracht wird, nicht nur durch plumpe physische Bedrohung. Viele Journalisten installieren sich inzwischen selbst die Schere im Kopf, und schon junge Berufsanfänger geben dem Druck von oben nach.



Damit die Presse einer Elite, Klasse oder Establishment dient, gibt es viele Wege und Möglichkeiten dies zu verschleiern. Eine bunte und vielschichtige Presse, die aber letzendlich doch alle ihre Informationen aus wenigen Nachrichtenagenturen beziehen und zusätzlich von Werbeeinnahmen und somit den Interessen der Inserenten unterliegen, können wohl nur mit viel Fantasie als unabhängig bezeichnet werden. Hinzu kommt bei uns im Westen der Druck der politischen Korrektness. Ein wohl jedem bekanntes Musterbeispiel dieser perfiden Art jemanden mundtot zu machen, wäre Eva Herman. Aber in Russland geht es hier noch ein wenig weiter. Was man den Russen zu gute halten kann, sie unterdrücken ihr Volk mit drakonischen Mitteln, aber das Volk weiß es.

In den westlichen Gefilden kommen ebenso viele Werkzeuge der Herrschaft, wie vielfältige Art und Weisen der unterbewussten Manipulation und die Psychologie der Massen zum Einsatz, aber die Masse leugnet es und meint, Alles ist Ok ;-)

Keine Kommentare: