Samstag, 24. April 2010

Somalia Land ohne Gesetz

Beschreibung zum Fim auf ZDF Dokumentation

Wenn man eine Dokumentation im 2. Deutschen Fernsehen aus einem Land sieht, in dem seit beinahe 20 Jahren Bürgerkrieg herrscht, welches vom Weltpolizisten USA als Keimzelle des Terrors betitelt wird und zufällig in einer ungemein wichtigen strategischen Lage am Horn von Afrika liegt, wo der Golf von Aden die Grenze zur arabischen Halbinsel, dem Jemen, sowie Asien bildet, kann man mit Sicherheit davon ausgehen hier einige verzerrte Sichtweisen, Propaganda, sowie das typische Schwarz/Weiß Bild des guten Westen der nur helfen möchte und den bösen Terroristen zu erhalten.

Dennoch, der Journalist hat sich in eine ungeheure gefährliche Gegend gewagt und versucht einen möglichst neutralen Blick auf das Geschehen vor Ort fest zuhalten. Was dann die ZDF Redaktion daraus macht liegt wohl nicht mehr in seiner Gewalt.

Fragen woher die Waffen und die Munition auf beiden Seiten her kommen werden nicht beantwortet. Wer ein Interesse am Bürgerkrieg und der Instabilität des Landes haben könnte, bleiben ebenso unbeantwortet.

Ich denke dieser Artikel vom ASR-Blog "Wie die Medien die Tatsachen verschleiern" lässt erahnen, inwiefern wir belogen werden, die Menschen und das Volk Somalias gespalten, sowie aufgehetzt und das dieser Krieg unmöglich den Menschen in ihrem Land in irgendeiner Form dienlich sein könne. Auffällig ist das hier mal wieder ein Krieg im Namen des Glaubens geführt wird. Zum einem der einheimische Islam und zum Anderen die westliche Kultur, die von der einheimischen Kultur als Bedrohung angesehen wird. Man mag das halten wie man will, ein Land das im ständigen Bürgerkrieg schwebt, hat nicht die geringste Chance sich weiter zu entwickeln und eine freiheitliche und kultivierte Gesellschaftsform zu erreichen, geschweige denn unabhängig zu werden.

Ein Ausschnitt aus Wikipedia sagt folgendes zur Religion.

Die Bevölkerung Somalias gehört zu fast 100 % dem sunnitischen Zweig des Islam an. Davon sind etwa 80 % Schafiiten und 20 % Hanafiten. Die einzigen Nicht-Muslime in Somalia sind einige hundert Christen, die fast sämtlich ausländischer Herkunft sind. Die wenigen christlichen Somalier gehören der Äthiopisch-Orthodoxen Tewahedo-Kirche an. Einzelne Missionierungsversuche und der Bau einer Kathedrale in Mogadischu in der Kolonialzeit blieben ohne Wirkung.

Warum sind alle Menschen, die nichts weiter als das verteidigen, als was schon immer in ihrem Land vorhanden war und mit dem sie aufwuchsen, auf einmal böse und alle jene werden zu Terroristen erklärt? Wie würden wir wohl reagieren wenn eine fremde Kultur in unser Land käme und sagt, wir müssen jetzt alles, vom Glauben bis hin zur Wirtschaft und Politik, komplett ändern?


Weitere Inbformationen:
Überblick über das Land Somalia auf Wikipedia
Jemen, das neue Mitglied in der Achse des Bösen
Uganda hat so viel Ölreserven wie Saudi Arabien

1 Kommentar:

Politprofiler hat gesagt…

Hi- schöner Bericht - DANKE.

Der Focus titelt 1993 "Somalia - den USA geht um ÖL."

"Amerikanische Ölgesellschaften sicherten sich schon vor Ausbruch des Bürgerkriegs Erdölkonzessionen. Weltbank: Öl ist da, kein Zweifel."

Somalia bietet übrigens gemaäß RIA Russland die Möglichkeit für einen Raketenstartplatz an, sowie die Zusammenarbeit in Abbau von Öl, Gas und Uran.

Es wird eng für die USA - ich denke demnächst müssen Friedenstruppen für Frieden in Somalia sorgen und danach gelten sämtliche Abkommen mit anderen Nationen nicht mehr. .... wie damals im Irak, die Förderabkommen zwischen dem Irak und Deutschland und Frankreich, waren auch nur noch Makulatur.