Donnerstag, 22. April 2010

Kriminelle Banken profitieren in der Finanzkrise auf Kosten der Anleger

Was heißt eigentlich kriminell?

Das schlaue Onlinelexikon Wikiplödia meint dazu: Der Begriff der Kriminalität (von lat. crimen „Beschuldigung, Anklage, Schuld, Verbrechen“) orientiert sich im Wesentlichen an der juristischen Definition der Straftat. Während sich die „Straftat“ oder der materielle Verbrechensbegriff jedoch eher an dem individuellen Verhalten misst, werden mit „Kriminalität“ die Straftaten als Gesamtphänomen (Makrophänomen) bezeichnet.
Also entscheiden Juristen und Gesetze wer oder was kriminell ist oder kriminelle Handlungen vollführt.


In diesen Fällen des Kreditbetruges am Kunden ist die Lage etwas komplizierter. Denn die Banken verstoßen gegen Gesetze, aber nur Sachverständige und der Verbraucherschutz können hier helfen, um bis zu 70% des geklauten Geldes wieder zu erlangen.

Der Trick funktioniert folgendermaßen: Frontal 21 recherchierte das in den letzten 14 Monaten 1,2 Mrd. Euro dem deutschen Bankkunden gestohlen wurden, indem die Banken bei privaten Darlehen mit variablen Zinsen keine Anpassung an dem Zinsniveau der Bundesbank vornahmen, wodurch sich die Banken zu günstigeren Konditionen refinanzieren konnten, aber diese Vorteile nicht an dem Kunden weitergab oder sogar die Zinsen gegenüber den Kunden weiter erhöhte, obwohl dies ein klarer Gesetzesverstoß und somit eine kriminelle Handlung der Banken aufweist.

Wenn man bedenkt das dies gerade einmal ein Zeitraum von einem knappen Jahr betrifft und die Banken ja ebenso gewaltige Summen an Steuergeldern für gescheiterte Spekulationen kassierten, durch die Erpressung der Politik, die ihnen die Lüge abnahm, ihr müsst uns retten, sonst lassen wir das System crashen.

Finanzexperten sagen allerdings, dass das Auszahlen der Einlagen der Bankkunden, weitaus günstiger gewesen wäre, als den Banken ihre Spiel~ bzw. Spekulationsschulden zu begleichen. Was zum Teufel haben wir da bloß in den Bundestag gewählt? Wo sind die ehrlichen und gescheiten Sachverständigen, die hier unsere Politiker hätten beraten müssen, um diesen Betrug am Steuerzahler zu vereiteln?

Warum läuft eine solche journalistische Arbeit nur spät im Fernsehen und das allgemeine Medienecho zur Finanzkrise unterstützte die Raubzüge der großen Bankenkartelle am Steuerzahler? 

Wie viel Geld muss man uns noch abzocken, wie viel Mittelständler vernichten und wie viele Leute noch in die Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit oder in Arbeitszwang zu menschenunwürdigen Bedingungen stürzen, bevor sich der Souverän erhebt und endlich einmal NEIN sagt? 

Sind wir denn alle nur noch systemintegrierte Marionetten, die zombiehaft ihr Dasein fristen und sich durch die vielen Annehmlichkeiten der Spaß-, Konsum- und Unterhaltungsindustrie kaufen lassen?


Arno Gottschalk - Verbraucherzentrale Bremen

Bei dem Zinsklau als ganzen, in diesem Bereich, ärgert es mich am Meisten, dass es möglich ist, weil wir seit längerem eine Rechtsprechung haben, die eigentlich besagt, dass das nicht möglich sein darf. Trotzdem haben wir die Situation, dass praktisch niemand aus der Aufsicht einschreitet.

Jens Leschmann - Kreditsachverständiger

"Die Banken können sich das leisten, da die Banken ganz genau wissen, dass kein Kunde beispielsweise die Zinsen auf seinem Girokonto nachrechnen kann. Und sie deshalb auch keine Gefahr laufen erwischt zu werden."

Eine kleine satirische Bemerkung sei mir noch vergönnt. Bezogen auf die Antwort der Sparkasse bei Minute 2:38...

Glauben Sie Volldepp etwa, dass wir uns selbst ans Bein pissen? Wenn sie zu blöd zum Rechnen sind, ist das doch nicht unsere Schuld. Die läppischen 70% zahlen wir aus der Portokasse, da es die Meisten eh nicht checken kommt da dennoch ordentlich was bei rum. Alle spielen heut nach diesen Regeln, also müssen wir das auch tun, denn das ist nun mal der Preis der Moderne und der Globalisierung. Unser Image kaufen wir heut eh mit Geld und davon ziehen wir euch täglich mehr ab, ansonsten Fresse halten und zurück ins Glied - Sklave!

Weitere Informationen:
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