Dienstag, 13. April 2010

Griechenland Abwicklung eines bankrotten Staates mit 45 Mrd

Der Rettungsplan für Griechenland  hat ein Geldvolumen von 30-45 Milliarden Euro und subventioniert die Bondzinsen (Zinsen der Staatsanleihen). Durch das Angebot von Anleihen zu marktüblichen Zinsen, was in Anbetracht des Risikos der griechischen Banken ein höheres Zinsniveau erwarten lassen würde, sind Marktverzerrungen die Folge. Das bekommen zunächst die Anleger zu spüren.

Dennoch würde jeder Deutsche mit gut 100 Euro bereitstehen, ausgehend von den 8,4 Milliarden die unsere Bundesregierung garantiert hat, falls Griechenland die Zinsen der neuen gewährten Kredite nicht bedienen könnte. Letztendlich subventionieren wir griechische Steuergelder, bedingt durch hohe Korruption und Schwarzarbeit das Potential der griechischen Steuerzahler nicht vollkommen abgeschöpft werden kann.

Somit benötigt Griechenland weiterhin Kredite und die Garantie der Zinssätze ist ein Versuch seitens der EU, die Kosten in Grenzen zu halten und natürlich das Hauptinteresse, den Zusammenhalt des Euro, zu wahren.

Des Weiteren folgt eine Verstärkung von Abkopplungen des Bondmarktes und der Credit Fall Swaps, also der Kreditausfallversicherungen. Daraus ergibt sich zu einem späteren Zeitpunkt ein explosionsartiger Anstieg der Zinsen, da ein Risiko von über 900 Milliarden Euro an möglichen griechischen Kreditausfällen durch die Marktverzerrungen bei der Zinsvergabe der EU, zwangsläufig eine Neubewertung des Risikos zur Folge haben muss.

Diese Risiken nimmt man für eine kurz- bis mittelfristige Eurostabilität in Kauf, da man nichts weiter als die Konditionen der griechische Refinanzierung der Schulden begünstigt hat. Durch die Steuer und Zinsgeschenke gegenüber Griechenland, ist dessen Regierung nicht sofort gezwungen Sparmaßnahmen zur eigenen Refananzierung umzusetzen.


Diese gravierenden Eingriffe sind mit einer Aushebelung der freien Märkte vergleichbar, was sich wiederum im Verhalten der Investoren wiederspiegelt. Ebenso ist es interessant, dass die EU durch die Manipulation der Zinssätze, in Form von Subventionierungen, die US-Ratingagenturen umgangen hat, welche bisher für die Bestimmung der Zinssätze auf den Anleihenmärkte verantwortlich waren. Dies kann juristische Spätfolgen mit sich bringen.

Eine entscheidende Frage die wohl demnächst unausweichlich werden wird, ist, wie man mit den Währungen, Anleihen und Credit Default Swaps der anderen Staaten des Klub Med (Spanien, Portugal, Italien) umgehen wird und wie man dessen Refinanzierung anstrebt, da ja die 45 Mrd. Euro Schuldensubventionierung der Griechen nichts weiter als einen Tropfen auf den heißen Stein darstellt.


Die Rettungspläne haben idR einen kurzfristigen Effekt, um das Risiko auf den Märkten zu senken und somit den Euro aus der Schusslinie zu halten. Dennoch treten überall in der Weltwirtschaft die Kreditblasen hervor, die wohl weitere Eingriffe seitens der Regierung auslösen werden.



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