Dienstag, 9. Februar 2010

Christoph Hörstel über Afghanistan

Einen ersten Überblick zur Person liefert uns Wikipedia.

Christoph R. Hörstel
(* 1956 in Bremen) ist ein deutscher Journalist, Politikberater und Sprecher des Friedenskreises Deutschland e.V..

Hörstel studierte in Basel Betriebswirtschaftslehre und in München Sinologie, Französisch und Spanisch. Seit 1985 bereiste er Afghanistan und Pakistan. Andere Aufträge führten ihn auch nach Indien, Irak, Iran, Jordanien und Syrien. Ab 1985 war er beim ARD-Fernsehen als Sonderkorrespondent, später auch als Nachrichtenmoderator mit 2.500 Live-Sendungen sowie als leitender Redakteur tätig. Hörstel wechselte 1999 zu Siemens mobile als Leiter der Bereichskommunikation und gründete 2001 die Regierungs- und Unternehmensberatung Hörstel Networks in München. Er war Coach für ISAF-Führungskräfte der Bundeswehr und Gastdozent am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg.

Hörstel wurde dadurch bekannt, dass er im Jahre 2001 während des Sturzes der Taliban der einzige westliche Journalist in Kabul war. Das Visum hatte er über seine Kontakte zu Gulbuddin Hekmatyar erhalten. Durch seine Kontakte zu Islamisten wirkte er 2006 mit, ein Gespräch zwischen Bundestagsabgeordneten der SPD und der FDP sowie dem Hamas-Minister für Flüchtlingsangelegenheiten einzuleiten[1]. Daraufhin wurde Hörstel auf Wunsch der Bundesregierung durch den DAG-Präsidenten Otto Wiesheu aus seiner Position als Beiratsmitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft (DAG) herausgedrängt. Seinen Rauswurf aus der DAG interpretierte Hörstel in einem Interview mit der umstrittenen orthodox-schiitischen Website "Muslim-Markt" u.a. mit seiner Absichtsbekundung, "dass ich die Palästina-Politik der Bundesregierung mit politischen Mitteln zertrümmern helfen werde, bis sie in kleinen Stücken am Boden liegt - restlos"[2].

Damit ihr euch von der  "umstrittenen orthodox-schiitischen Website Muslim-Markt" und deren Betreibern selbst ein Bild machen können und warum das politisch korrekte Onlinelexikon Wikipedia sich natürlich den ein oder anderen Tritt gegenüber Herrn Hörstel nicht aussparen kann, empfehle ich folgenden Artikel: Rede vor dem Bundeskanzleramt gegen das Kriegskabinett.

Was Herr Hörstel in seiner Freizeit im Sommer treibt, könnt ihr auf dem ASR-Blog erfahren: Bericht vom ersten und einzigen Tag in Gaza. Wo andere in Richtung sonnige Inseln fliegen und ausspannen engagierte sich Hörstel in einem Krisengebiet. Und schlussendlich hatte ich bereits im Januar einen Post verfasst, der auf das Thema Tabuisierung der Kriegshandlungen in Gaza durch die deutschen Medien und der Gesellschaft eingeht.

Des weiteren erspare ich euch den Rest des Wikipedia-Artikel und empfehle euch sich viel mehr mit den Urquellen und den präsentierten Fakten des Christoph Hörstel zu beschäftigen und euch ein eigenständiges und unabhängiges Bild gegenüber Spiegel und anderen diversen Verlautbarungen aus dem Medienkartell zu machen. Dennoch muss ich anfügen, dass der Wikipedia-Artikel einige gute Quellen bereitstellt.


Weitere Informationen
Kundus - Ein blutiges Gemetzel
Was macht die NATO eigentlich am Hindukusch? (Vortrag von Christoph Hörstel)
«Mit Willen der USA»
Taliban-Aufmarsch am Hindukusch

Bundesweiter Protest 20. Februar 2010 - Berlin

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