Freitag, 22. Januar 2010

China der Riese erwacht

China, scheinbar ein Land dessen menschliche Ressourcen unerschöpflich erscheinen. Doch wie steht es um den sozialen Umgang und den Rechten der Menschen? Wie sieht es aus mit einer sauberen Umwelt und nachhaltigen Wirtschaften?

China der Riese erwacht, losgelassen auf den "Freien Markt", ein jeder Chinese hat die Chance reich zu werden. Kennen wir diese Verheißungen nicht schon irgendwo her? Wie sieht die Realität aus?


China war lange Zeit ein bettelarmes Land. Als man sich in den 80ern den westlichen Markt öffnete, begannen Millionenstädte in den Küstengebieten zu gedeihen. Wie immer gibt es Gewinner und Verlierer in dem Spiel. Eine neue Elite von Multimillionären ist entstanden. Aber ein Großteil der Bevölkerung strömt vom Land in die Stadt, um eine Anstellung in einer der Fabriken zu finden.

Wenn man die Arbeitsbedingungen mit früheren europäischem Standard vergleicht, fühlt man sich wohl in die Anfänge des Zeitalters der Industrialisierung zurückversetzt. Die Chinesen sind konkurrenzlos was die Löhne angeht. Diese sind niedrig und die Schichten sind lang. Doch zuvor hatten die Menschen nur das nötigste zum Überleben und die Anstellung eines Familienmitgliedes in eine der großen Fabriken, ermöglicht den Zugang zur Zivilisation, wie ein festes Dach über den Kopf, Strom, Telefon und fließend Wasser.

Doch welchen Preis zahlen die Chinesen für den Wohlstand ihres Volkes. Eine Armee der Willigen und der Billigen, so werden die Wanderarbeiter bezeichnet. 300 Millionen Chinesen, also über ein Viertel der Bevölkerung, sind vom Land in die Stadt gegangen. Auf der Suche nach Arbeit und einer besseren Zukunft.

Was einem auffällt, als die Wanderarbeiter einmal im Jahr aufs Land zu ihren Familien zurückkehrten, ist wenig von familiärer Wärme zu spüren. Scheinbar ein Tribut dem man zahlen muss, um in China materiellen Wohlstand zu erreichen.

Durch Reformen, welche es den Bauern ermöglicht ihre Felder selbst zu bewirtschaften und die Ernte frei zu verkaufen, anstatt alles an die Kommune abzugeben, ist das Bauernleben in China besser geworden. Dies ermöglichte es, dass über 200 Millionen Menschen den Weg aus der Armut gefunden haben.

Dennoch, die Armut ist noch lange nicht besiegt und die Kluft zwischen den Habenichtsen und den Neureichen wird immer größer. Dieses ungleiche Potential spiegelt sich in Bauernaufständen wieder. Rebellisches Landvolk hat schon einige Dynastien in China gestürzt.

China ist definitiv ein Land der Kontraste, die Konjunktur wächst. Und der "Freie Markt" bringt eben auch seine Tücken mit sich. China ist bekannt für massenweise Billigware und allerlei Schnick Schnack. Aber beispielsweise auch konkurrenzlos in der Produktion von Textilien. Die Bevölkerung findet sich mit Bedingungen wie eine 12-Stunden Schicht und einen Billiglohn von 50 Cent die Stunde zufrieden. Wie sollte es auch anders sein, wenn man nichts Besseres kennt?

Aber wie menschlich ist ein Land, in dem es nur darum geht zu Arbeiten und zu produzieren, sich wenig Perspektiven auftun und die Qualität der Konsum- und Gebrauchsgüter darf wohl bei Billigproduktionen und dem ständigem Bevorzugen des Wirtschaftswachstum gegenüber Umweltschutz oder Arbeitsrecht in Frage gestellt werden.

Wie das Beispiel des jungen Mannes der mit 16 in die Stadt ging, um eine Anstellung in einer Spielzeugfabrik zu finden. Er wurde an der Stopfmaschine für kleine Kuschelpandas gestellt und nach 3 Tagen hackte ihm die Maschine die rechte Hand ab. Ein tragischer Arbeitsunfall der für viele Chinesen in der Hoffnungslosigkeit endet. Die Firma redete sich heraus und wälzte die Komplettschuld auf den jungen verstümmelten Mann ab. Die Folge, keine Entschädigung, kein Schmerzensgeld und auch keine Abfindung.

Und das, obwohl es in China Arbeitsschutzgesetze gibt. Doch die Firmen finden immer wieder Wege diese zu Umgehen. Dass es dennoch auch in China Menschen gibt, die sich für Unterdrückung und Abschiebung solcher Menschen einsetzten, dessen Perspektive so aussichtslos scheint, verdient wohl höchste Anerkennung. Vorgestellt wird ein Anwalt, der sich eben auf diese Fälle spezialisiert hat, um für Gerechtigkeit in einem Land zu sorgen, das noch lange kein Rechtsstaat ist.

"In meinen Fällen spiegelt sich das wirkliche Leben der Wanderarbeiter wieder. Wie sie geschunden werden und mit ihrem Blut bezahlen. Und wie es in Wahrheit zugeht, hinter den Wolkenkratzern der gedeihenden Industriestädte."

Dieser Mann machte sich keine Freude bei den Behörden, erst recht als er sogar Verstümmelte Wanderarbeiter bei sich aufnahm. Menschlichkeit und gegenseitige Unterstützung wird in den obersten Riegen der chinesischen Führung wohl argwöhnig betrachtet. Ständige Polizeiobservationen waren die Folge.


"Die Behörden denken nur an das Wirtschaftswachstum, deswegen nehmen sie immer die Fabrikbosse in Schutz, nicht die Arbeiter."

Der engagierte Anwalt vergrößerte seine Kanzlei und konnte dadurch vielen Geschädigten hohe Abfindungen sichern. Aber nicht jeder hat dieses Glück. Doch auch jenen gab er durch eine Anstellung in seiner Kanzlei eine neue Perspektive, womit er wohl viele vor dem Abgleiten in bitterster Armut schützen konnte, denn wer stellt schon Krüppel ein? Erst recht in einem eher doch zum großen Teil menschenverachtenden Land wie China.

"In den vergangenen 20 Jahren ist China von einem bettelarmen Land zu einem Entwicklungsland geworden. Das war nicht einfach. Aber wir können doch nicht unsere Gesetze ignorieren und das Leben und die Gesundheit der Arbeiter ignorieren, nur damit die Wirtschaft wächst. Das ist nicht das Land in dem wir leben wollen."
In vielerlei Hinsicht ist China heut wie der Wilde Westen, grau und gesetzlos. Dies zeigt sich in den Produktpiraten, die Markennamen kapern, für ihren wertlosen Ramsch. Wie gefährlich das ist, zeigt sich wohl in dem Fall des gefälschten Milchpulvers, welches zahlreiche Opfer von Säuglingen forderte. Schätzungsweise 2/3 aller gefälschten Markenprodukte kommen heut aus China.

Am Ende der Doku sehen wir aber auch, dass es auch in China Industrielle gibt, denen die Qualität ihrer Produkte, die Qualität der Versorgung der Mitarbeiter und der Umweltschutz wichtig sind. Dies zeigt sich z. Bsp. in der Kantinenversorgung die eigens angebaute organische Kost serviert.

Abgesehen von der Desinformation zur globalen Erwärmung, die logischerweise einem Klimahersteller ins Geschäftskonzept spielt oder dem Werben erneuerbarer Energien wie Wind- und Sonnenkraft, eine Falle der Globalisten, die leider für den Typen "Grüner Gutmensch" unumgänglich scheint.

Wer jetzt loswettern möchte, dem sei erst einmal dieser Artikel ans Herz gelegt: Dunkel war’s, der Mond schien helle – Solarstrom oder was?

Außerdem möchte ich nochmal klar um eine Differenzierung in der Debatte Umweltschutz und saubere Energieerzeugung bitten. Denn anders ist eine auf Vernunft basierte Betrachtung unmöglich!

Die Wirtschaft wächst und die Gesundheit, der Boden und das Wasser leiden. Was nützt einem das Wirtschaftswachstum, wenn man gleichzeitig die eigene Lebensgrundlage "Natur" zerstört? Die Industrie ist in China wie eine Dampfwalze über die Umwelt gekommen. Dem Wachstum wird alles unter geordnet. Nahezu alle Verschmutzungen gehen in China von Industriebetrieben aus.

Nach einem kleinen Ausflug in das Gebiet Klima- und Umweltpropaganda muss ich aber noch einmal das Rechtssystem Chinas anschneiden. Sicher könnt ihr euch noch an den Beitrag mit den Arbeitsunfällen in dieser Doku erinnern. Worauf ich hinaus will, anstatt aus Fehlern der Chinesen zu lernen und eine derartige Zentralisierung von Macht und Kontrolle entgegenzuwirken, erschließt sich bei uns in Europa viel eher das Bild, dass wir eher den chinesischen Weg gehen. Durch die Politik vergangener Jahrzehnte sind Lebensstandard und Freiheiten abgebaut worden und Korruption und Kartellbildung wurden gefördert. Wo das hinführt? Dazu reicht ein Blick in die Geschichte! Um dem Pfad der Tyrannei zu entkommen, kommt es auf jeden von uns an!

Hier ein paar Quellen zur Unterstützung dieser These:

EU-Vertrag bedeutet das Ende des Rechtsstaates! 

Vorrang des EU-Rechts vor dem Grundgesetz?!

Nigel Farage zum 2. irischen Referendum im EU Parlament

Schleichender EU Totalitarismus dt Synchro Teil 1






Quellen & Links:

Gericht verhängt Todesstrafe

China will erneuerbare Energie fördern  

Weltweiter Verschmutzungsrechtehandel - Eine gigantische Geldmaschine 

Wann platzt Chinas Bubble Economy?

Keine Kommentare: