Samstag, 26. Dezember 2009

Iran - Fakten gegen westliche Propaganda

Obwohl bereits richtig gestellt wurde, dass der iranische Präsident M. Ahmadinedschad niemals gesagt hat, man wolle Israel von der Landkarte tilgen, wird diese westliche Propaganda weiterhin über die Medien verbreitet. Ob dies nun an mangelnder Qualifikation mancher Journalisten oder schlicht an der fehlenden Zeit für gewissenahfte Recherchen liegt, es vermittelt dem Bundesbürger allemal den Eindruck ein möglicher Krieg gegen den Iran wäre letztlich dann doch schon irgendwie gerechtfertigt.

Im Iran gibt es zweifelsohne viele Menschenrechtsverletzungen, die anprangernswert sind. In der Relation allerdings sind sie nicht Vergleichbar mit den Kriegsverbrechen der Amerikaner oder aber auch den Menschenrechtsverletzungen in Saudi Arabien. Darüber spricht die Presse aber nicht - Kalkül?
Jürgen Elsässer hat sich die Fakten, die uns einen baldigen Krieg gegen den Iran unterschwellig ankündigen, genauer angesehen und offenbart die heiße Luft, die sich dahinter verbirgt.


Warum wird Kriegspropaganda gegen den Iran gefahren? Durch diese Frage landet man unweigerlich bei imperialistischen Interessen, wie dem Handel von Gas und Öl und vor allem in welcher Währung die Abrechnung erfolgen solle. Hier nimmt sich der Iran, als souveränes und eigenständiges Volk, doch tatsächlich das Recht heraus, mit den jeweiligen Handelspartnern eigene Absprachen zu treffen und letztendlich nicht in Dollar zu handeln. Das ist eine der wichtigsten Qualifikation, um von westlichen Regierungen als neuer Hitler bezeichnet zu werden. Saddam Hussein kann davon ein Liedchen pfeifen. Im Gegensatz zum Irak, verfügt der Iran allerdings über eine starke Streitmacht. Das liegt nicht zuletzt an der Aufrüstung aus vergangenen Tagen durch die USA, denn damals war der Iran das Bollwerk gegen das Böse Reich des Kommunismus und der Iran wurde von einem Militärdiktatur, unter westlicher Geheimdienstkontrolle, geführt. Doch das war einmal.

Ein Nachweis für Massenvernichtungswaffen wird beim Iran gar nicht erst versucht zu erbringen. Warum auch? Wie sagte es schon Volker Pispers in seinem Kabarettprogramm "Die Geschichte der USA und der Terrorismus", der Tag bekommt Struktur, wenn man jeden Morgen weiß, wer der Böse ist. Warum sollte man an so einem Weltbild rütteln? Auch interessant zur Thematik ist die Nabucco-Pipeline, welche die zukünftige Erdgasversorgung der EU sicherstellen soll.

Wie Elsässer berichtet, hat die dpa Kritikern, welche die Presseagentur und Medienagenturen mit ihren Recherchen über Ahmadinedschads Aussage über Israel, oder besser gesagt über das israelische Regime, informiert hatten, insgeheim Recht gegeben und geäußert, man würde die Falschübersetzung nicht wiederholen. Doch auf eine Richtigstellung wartet man vergebens und immer noch bezieht sich vor allem das Lager, welches die antisemitische Keule gegen jeden schwingt, der sich auch nur ansatzweise gegen die westliche Kriegspropaganda stellt und die Lügen aufzeigt, welche man uns alltäglich aussetzt, auf die Fehlübersetzung. Lediglich eine Unterhaltungssendung aus dem 2. Deutschen Fernsehen stellt die Falschübersetzung des iranischen Präsidenten richtig.



Mehr Infos:
Nabucco-Pipeline
Kongreß war ein Erfolg

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