Samstag, 10. Oktober 2009

Gedanken zum Geld 1

Jeder von uns benutzt es, da wohl niemand von uns zu 100% autark leben kann! Doch was ist Geld? Wo kommt es her? Wer hat die Macht über die Geldschöpfung? Das sind wohl alles gute Fragen. Als Einleitung in die Thematik zitiere ich einen Ausschnit aus dem "Deutschlandprotokoll 2" von Andreas Clauss.


Schaut man sich die Bewegungen auf den Weltmärkten an, dann stellt man fest, dass pro Tag nur noch 0,5% aller Geldbewegungen dafür da sind, Dinge zu bewegen, die als Produkte eine physische Grundlage haben - die man also wiegen oder messen kann. Der bescheidene Rest von 99,5 % ist Geld auf der Jagd nach Rendite.
Da ist perves noch eine ziemlich milde Beschreibung. Der Tausch realer Güter gibt dem Geld seinem eigentlichen, ursprünglichen Sinn. Dafür wurde es erfunden. Es ist nicht der internationale Handel, der die welt zerrüttet - den gab es schon zu Marco Polos Zeiten.
Es ist der entfesselte Finanzmarkt, der zum Blutsauger der volkswirtschaften wurde und den Menschen die Lebensgrundlage raubt, weil er weder nationale noch regionale Besonderheiten kennt und werder moralisch noch ethisch handelt.
Das ganze kommuliert in zwei Begriffen: Globalisierung und Heuschrecken.

In den letzen 30 Jahren hat sich das Volumen der Güterproduktion vervierfacht. In der gleichen Zeit hat sich das Geld und Kreditvolumen vervierzigfacht.
(S. 18-19)

Dabei fokussiert das Etablishment uns immer auf das Geld. In Wirklichkeit geht es nie darum, sondern stets um Ressourcen, Grund und Boden, Technologien und Patente, deren Besitz und Verfügung und damit um Macht. Denn ich glaube uns beiden, wie wir hier sitzen, hat man auch die Rolle des Loosers in diesem Spiel zugedacht. Hast du Lust dazu?
(S. 21)

Solange Menschen nicht wirklich wissen, was unser jetziges Geld ist und wie es entsteht, werden sie weiter in diesem Kreditgeldsystem um die Früchtze ihrer Arbeit gebracht werden.
Deswegen gebe ich dir hier eine für Dich vielleicht neuartige Definition von Geld:
Unser Geld ist nichts weiter als die bedruckte Hülle für einen Kredit und begründet seinen Wert ausschließlich auf die Erwartung einer erst in Zukunft von uns zu erbringenden Leistung.
Jedes durch eine Kreditwährung automatisch entstandene Geld ist an sich völlig wertlos. Es enthält seinen Wert erst durch das Schuldveranerkenntnis, der Rückzahlungsfähigkeit (Bonität) sowie der dingliche Sicherheitshinterlegung des Kreditnehmers und schließlich der tatsächlichen ratierlichen Rückzahlung des Kredites.
Der innere Wert des Geldscheins, sein Papierwert ist zu vernachlässigen und fast Null, also Scheingeld.Da dieses Geld, wenn man es genau betrachtet und noch einmal formuliert, nur einen Anspruch auf eine erst in Zukunft zu erbringende Leistung darstellt, kann ein Papiergeldsystem, das auf keine realen Hinterlegung (wie früher z.B. in der Globalisierung) beruht, nicht wirklich crashen, jedenfalls nicht physisch. Das einzige wogegen dieses System crashen kann, ist gegen Vertrauen. Unser Vertrauen und unsere Fähigkeit es nicht benutzen zu müssen.
Nur die Völker können es beenden, wenn Sie sagen, wir haben es jetzt verstanden und wollen es nicht mehr.
(S: 24-25)

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