Sonntag, 23. August 2009

Im Hamsterrad auf der Jagd nach Schulden

Ein kurzes aber durchaus informatives Video. Nicolas Hofer beschreibt die Wirtschaft in einem Wettlauf nach Geld, welches nur durch neue Schulden erreicht werden kann. Gibt es niemanden der sich mehr verschuldet, bricht die Wirtschaft zusammen.

Mir gefällt die kühle Analyse des gesamten Systems, ohne sich dabei allzu sehr in Einzelaspekte, wie den Zins, zu verlieren. Natürlich ist derBetrag des Zinses ersteinmal nicht da. Doch der Zins ist nur ein verschwindend kleiner Anteil von 5 - 10 % des Umsatzes, den ein Marktteilnehmer erwirtschaftet.
Bei einer Volkswirtschaft hat der Zins natürlich durch den Zinseszinseffekt andere Auswirkungen. Zu dieser Thematik empfehle ich Vorträge von Prof. Bernd Senf, Professor für Volkswirtschaft.
Interessant ist doch aber eben, dass jeder Schuldner einen Gewinn einfahren muss, um Arbeitskräfte, Ressourcen und Zinsen bedienen zu können und selbst Profit zu schöpfen. Diese Summe muss in Form neuer Schulden auf den Markt gebracht werden.

Momentan stellt der Staat sich großzügig als Schuldner dar, doch die Frage ist wohl berechtigt, wer von diesen Staatsschulden den Löwenanteil kriegt. Und wie lang bei steigenden Schulden und sinkenden Steuereinnahmen, die Schuldenuhr weiter gedreht werden kann.


Erwähnt seien hier auch,

"Warum der Kapitalismus auch Profitismus heißen könnte"
(Nicolas Hofer)

und "Geld als Schuld"

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Weitere Informationen finden Sie unter www.monetative.de oder in der Medienleiste unter Medienvielfalt -> Finanzen

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